Über die Sendung

Die einstündige Produktion porträtiert das Leben von Shane Johnson. Der Amerikaner war langjähriges Mitglied des Klans und stieg über die Jahre in hohe Führungspositionen der rassistischen Organisation auf. Nun hat er diesem Leben den Rücken gekehrt und berichtet von seinen Erfahrungen. Dabei geht die Dokumentation zunächst auf die familiäre und soziale Situation Johnsons ein und beleuchtet so die Hintergründe seiner hasserfüllten Ideologie biografisch.

Johnson kam bereits früh mit dem Klan in Verbindung. Nach eigener Aussage wurde er in eine Familie geboren, die auf eine langjährige Tradition des Hasses zurückblickt. So waren bereits seine Großeltern Mitglieder des Ku-Klux-Klans. Als „Imperial Nighthawk“, einem Dienstgrad der terroristischen Gruppe, diente sein Vater der Organisation sogar als persönlicher Leibwächter für hochrangige Mitglieder. In dieser Tätigkeit schützte er unter anderem Samuel Bowers, einen verurteilten Mörder und Anführer des Klans während des „Civil rights movement“.

Auch Johnson selbst ließ sich zu den rassistischen Ideologien seines Vaters hinreißen. So soll er bereits bei der Einschulung verweigert haben, neben einem schwarzen Mitschüler zu sitzen. Als sein Vater auf dieses Verhalten mit Stolz reagierte, begann für Shane Johnson eine langjährige, rassistische Abwärtsspirale.

Neben den Hintergründen des Hasses ergründet „Hate No More – Abkehr vom Ku-Klux-Klan“ aber vor allem den Ausstieg Johnsons. In diesem Rahmen thematisiert die Dokumentation neben dem mentalen Entwicklungsprozess Johnsons auch die Schwierigkeit des Ausstiegs im Allgemeinen.

Dabei geht „Hate No More“ jedoch nicht nur auf die Geschichte einer Einzelperson ein, sondern spannt den thematischen Bogen bis hin zur Motivation von rassistischem Hass in den USA. So geht die Dokumentation auch auf aktuelle politische und gesellschaftliche Hintergründe ein.

 

Foto (c) PR/CI/Getty/Franken/Corbis