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Leider nimmt in den letzten Jahren die Zahl der blutigen Gefängnisaufstände immer mehr zu. Doch nur wenige erreichen ein solches Ausmaß an Grausamkeit, wie es in der Strafvollzugsanstalt Anísio Jobim (Compaj), in Manaos, Brasilien, der Fall war.

Die Meuterei begann an einem Sonntagnachmittag und konnte bis Montagfrüh nicht beruhigt werden. Während dieser Nacht ereignete sich ein wahres Massaker, bei dem mehr als 60 Insassen brutal ums Leben kamen.

Der Grund für diesen Aufstand ist, wie so oft, der Machtkampf zwischen zwei internationalen Drogenbanden. In diesem Fall Primeiro Comando da Capital – abgekürzt PCC- aus São Paulo und die „Familie aus dem Norden“ aus dem Amazonasgebiet, welche das Gefängnis fest in ihrer Hand hat.

Die meisten Toten gehören zur PCC, der Organisation, die im Gefängnis zahlenmäßig weit unterlegen ist, aber momentan außerhalb der Gefängnismauern stetig an Macht gewinnt.

Der Drogenkrieg hinterlässt eine blutige Spur in allen Gefängnissen auf dem lateinamerikanischen Kontinent, von Peru über Basilien, bis nach Venezuela und Kolumbien.

Doch was sich in Compaj ereignet hat wird bis heute als die zweitschlimmste Meuterei in der Geschichte des brasilianischen Strafrechts gehandelt.

 

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