Das Internet, das wir kennen, stellt nicht einmal 15 % des gesamten Netzes dar. Was befindet sich also in dem sogenannten Dark Net? Ist es tatsächlich ein Raum, der ausschließlich Verbrechern vorbehalten ist?
Wenn es eine Bild gibt, dass die Struktur des Internets am besten wiedergeben kann, dann ist es das Profil eines Eisbergs. Der obere Teil stellt die Ansammlung an Informationen dar, auf die die Öffentlichkeit mit Hilfe von Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo Zugriff hat, oder auch all das, was in sozialen Netzwerken gepostet wird. Das macht jedoch nur 4% des gesamten Eisberges aus. Was versteckt sich also im unteren Teil des Eisbergs?
In den Tiefen des Internets befindet sich ein neues Konzept, das Dark Net. Der sogenannte dunkelste Teil des Internets unterscheidet sich insofern vom Rest des Netzes, als das man nur über bestimmte Apps und Technologien, wie Tor, Freenet oder i2p darauf Zugriff hat.
Wie der Name bereits verrät, ist dieses verborgene Netz auch ein dunkles Netz. Sich darin zu bewegen ist genauso, wie wenn man sich in einem riesigen Einkaufszentrum für Kriminelle aufhält. Alles ist in Sektionen aufgeteilt und klar geordnet: Kartendiebstahl im ersten Stock, illegaler Waffenerwerb zweiter Stock, Kinderpornographie Untergeschoss.
Drogendealer, Pädophile und andere Kriminelle können dort ihre Dienste unverhohlen anbieten. Wie ist es also möglich, dass diese Internetseiten nicht einfach aus dem Netz genommen und die Verantwortlichen verhaftet werden? „Es gibt keine legalen Mittel, um diese Seiten zu blockieren. Die IP-Adressen der Nutzer wechseln unaufhörlich und anders als im „normalen“ Internet gibt es keine Registrierungen, über die man auf die Nutzer Zugriff hat“, erklärt ein zuständiger Offizier der spanischen Polizei, der es vorzieht anonym zu bleiben.
