Die US-amerikanischen Geschworenen, die über das Schicksal des Ex-Schauspielers Bill Cosby hinsichtlich seiner Anklage wegen sexuellem Missbrauch entschied, gelangte am fünften Beratungstag zum Ergebnis, dass Cosby nicht „ohne jeden vernünftigen Zweifel“ schuldig gesprochen werden könne.
Der bekannte afro-amerikanische Ex-Seriendarsteller, der nächsten Monat 80 Jahre alt wird, könnte dennoch den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen, sollte er am sexuellen Missbrauch gegen die heute 44-jährige Andrea Constand schuldig gesprochen werden. In den vergangenen Jahrzehnten soll Cosby über 50 Frauen sexuell missbraucht haben. Die meisten der Vergehen seien allerdings verjährt.
Die Geschworenen, bestehend aus 12 Mitgliedern, wollten erneut die Aussagen hören, die Cosby vor mehr als einer Dekade gemacht hatte. Sie beschäftigten sich mehr als 40 Stunden mit der Urteilsfindung.
Die Jury muss zu einem einheitlichen Urteil kommen, um ihn für schuldig oder nicht schuldig zu erklären. Kann sie die Deadline nicht einhalten, kann der Richter den Prozess beenden und die Staatsanwaltschaft muss in einem Zeitraum von vier Monaten entscheiden, ob sie den Fall neu aufrollen will. Dann könnte der Filmstar der Achtziger Jahre erneut angeklagt werden.
