Keith Allen Harward, 59, verbrachte mehr als die Hälfte seines Lebens im Gefängnis. Er wurde 1982 in den USA für den Mord an einem Mann und der Vergewaltigung einer Frau zu lebenslanger Haft verurteilt, beteuerte jedoch immer seine Unschuld. Erst jetzt konnte mittels eines DNA-Tests seine Unschuld bewiesen werden.
Harward wurde beschuldigt, in der Stadt Newport News in ein Haus eingebrochen zu sein. Dort soll er mit einer Eisenstange einen Mann getötet und dessen Frau anschließend vergewaltigt haben, während die drei Kinder nebenan schliefen.
Zu dem Zeitpunkt war der Verdächtige gerademal 26 Jahre alt gewesen und bestand darauf, unschuldig zu sein. Die Jury glaubte jedoch den Ausführungen zweier forensischer Zahnärzte: Diese hatten Bissspuren am Bein der Frau untersucht und diese Harward zugeordnet.
Mit Hilfe des NGO-Projekts Inocenci konnte Harward nach über 30 Jahren endlich einen DNA-Test durchführen lassen. Das Projekt konnte in den USA schon die Freilassung von 337 zu Unrecht inhaftierten Menschen erwirken, so auch die von Harward.
Der Test ergab, dass der wirkliche Mörder ein anderer Marine-Offizier war, der im Gefängnis gestorben war, während er die Strafe für ein anderes Verbrechen absaß. Harward ist nun endlich ein freier Mann.
Das große Knast-Experiment auf A&E
