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Diogo Alves gilt als einer der ersten Serienmörder in der Geschichte Portugals. Aus wissenschaftlichen Gründen wird sein Kopf nach seinem Tod in einem Glasgefäß konserviert. Bis heute ist dieser in der medizinischen Fakultät von Lissabon ausgestellt.
 

Die Phrenologie

 

Zu dieser Zeit war das Konservieren von Köpfen eine gängige Praxis in Portugal. Die sogenannte Phrenologie, auch Schädellehre genannt, war nämlich zu dieser Zeit weit verbreitet und wurde von vielen Ärzten betrieben.

Die Phrenologie beschäftigt sich mit der These, dass die Form des Schädels einen Einfluss auf geistige Eigenschaften und Zustände hat.  

 

Der Aquädukt-Mörder

 

Diogo Alves wurde in Spanien geboren und mit 19 Jahren von seinen Eltern zum Arbeiten in die portugiesische Hauptstadt Lissabon geschickt. Dort begann der junge Mann zu trinken und verbrachte seine Zeit bald mehr mit Glücksspiel als bei der Arbeit.

Um sich über Wasser zu halten, fing er an, Morde zu begehen. Er lauerte Passanten auf dem berühmten Aquädukt in Lissabon auf, raubte sie aus und stieß sie anschließend von dem 60 Meter hohen Bauwerk.

So wollte er nicht nur die Zeugen aus dem Weg räumen, sondern gleichzeitig auch seine Taten komplett vertuschen. Tatsächlich glaubten die Behörden anfangs, dass es sich bei den Toten vom Aquädukt um Selbstmörder handelte.

 

Konservierung des Kopfes

 

Es sollte ganze vier Jahre dauern, bis die Polizei Alves auf die Schliche kam. Schließlich wurde er mit insgesamt mehr als 70 Todesfällen in Verbindung gebracht und zum Tode durch Erhängen verurteilt.

Am 19. Februar 1841 wurde Alves hingerichtet. Nach seinem Tod wird beschlossen, im Dienste der Wissenschaft seinen Kopf zu konservieren.

Zwar konnten durch die Phrenologie keine weiteren Erkenntnisse über den Täter gewonnen werden, aber auch heute noch kann man seinen in Formalin eingelegten Kopf in der medizinischen Fakultät von Lissabon bestaunen.

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