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Edmund Kemper, bekannt als der Co-Ed-Killer, wurde am 18. Dezember 1948 in Kalifornien geboren. Zehn Menschen verlieren durch ihn ihr Leben.

 

Kindheit

Edmund Kemper wurde am 18. Dezember 1948 in Kalifornien geboren. Seine Eltern führten eine von Streit geprägte Beziehung. Kempers Mutter Clarnell gab ihrem Sohn die Schuld daran, dass sie ein Alkoholproblem hatte. Als er zusehends seinem Vater äußerlich ähnelte, verbannte ihn seine Mutter in ein Zimmer im Keller. Eigenen Angaben zu Folge nährte das den Hass auf seine Mutter. Er hatte Fantasien davon, diese gewaltvoll zu töten. Da er schon als Kind sehr groß für sein Alter war, wurde er von seinen Mitschülern ausgegrenzt. Trotzdem war er ein guter Schüler.

Kemper ließ seine ersten Gewaltfantasien im Alter von zehn Jahren bei der Familienkatze aus, die er lebendig vergrub, ihr postmortal den Kopf abtrennte und ihn in seinem Zimmer ausstellte. Nachdem er auch die zweite Hauskatze gequält und zerstückelt hatte, bezeichnete ihn seine Mutter als Psychopathen.

Nach der Trennung seiner Eltern lebte er bei seinem Vater. Er verbrachte viel Zeit bei seinen Großeltern, wo er den Umgang mit Waffen erlernte.

 

Mord an den Großeltern

Als ihm seine Großmutter nach dem Töten mehrerer Wildtiere mit Hausarrest drohte, erschoss er sie. Um seinem Großvater den Anblick seiner toten Frau zu ersparen, tötete Kemper auch ihn. Zu der Zeit war er 15 Jahre alt.

Nach einiger Zeit in einer Hochsicherheitsanstalt kam er auf Drängen seiner Mutter erneut auf freien Fuß. Da die Streitigkeiten mit dieser allerdings kein Ende nahmen, zog Kemper allein in eine Wohnung. Er suchte lange Zeit erfolglos nach einem Job – seine Körpergröße von über zwei Metern stellte ein Hindernis dar. Kemper bewarb sich auch bei der Highway Police, wo er jedoch ebenfalls abgelehnt wurde. Trotzdem besuchte er Bars, in denen vorrangig Polizisten zu den Gästen zählten und bald schloss er mit ihnen Freundschaft. Nach und nach baute er seinen Wagen zu einem zivilen Einsatzfahrzeug mit Funkgerät um.

 

Weitere Morde

Seinen ersten Mord nach der Tötung der Großeltern führte Kemper 1972 an einer Frau durch, deren Körper nach wie vor nicht gefunden, und sie demnach nie identifiziert wurde.

Bei den nächsten fünf Morden ging Kemper immer nach einem ähnlichen Muster vor. Er sammelte Anhalterinnen auf, tötete sie, verging sich an ihren Leichen und zerstückelte sie fein säuberlich. Immer versuchte er bei den Morden eine Verbindung zu seiner Mutter zu schaffen. Den Kopf eines Opfers vergrub er unter dem Schlafzimmerfenster seiner Mutter, weitere Leichen brachte er mit in das Elternhaus, um sie dort zu zerteilen oder um sich erneut an ihnen zu vergehen.

 

Kemper ­– ein Serienmörder mit Glück

Kempers Mutter setzte sich währenddessen nichtsahnend dafür ein, dass das Vorstrafenregister ihres Sohnes gelöscht wird. Zu einem psychologischen Test, den Kemper dafür über sich ergehen lassen musste, brachte er im Kofferraum den Kopf eines seiner Opfer mit. Das Ergebnis zeigte, dass er vollständig rehabilitiert war. Sein Vorstrafenregister wurde gelöscht.

Als Kemper sich daraufhin eine Waffe kaufte, wurde ein Polizist auf ihn aufmerksam. Trotz der Blutflecken im Kofferraum kam er bei der Aushändigung der Pistole ungeschoren davon. Schon zuvor fiel er bei einer Polizeikontrolle nicht weiter auf – er hatte in dem Moment zwei Leichen im Kofferraum.

Als erste Leichenteile von der Polizei gefunden wurden, wurden die zu jener Zeit in der Region aktiven Serienmörder John Frazier und Herbert Mullin mit den Morden in Verbindung gebracht. Als klar wurde, dass es ein anderer Mörder sein muss, bekam er den Spitznamen Co-Ed-Killer.

 

Die letzten Morde

An Ostern 1973 tötete Kemper seine Mutter mit einem Hammer und einem Messer. Danach ging er mit seinen Freunden von der Polizei in eine Bar. Am nächsten Tag lockte er eine Freundin seiner Mutter ins Elternhaus, um auch diese zu ermorden.

Von einer Telefonzelle aus rief er die Polizei und gab an, der Co-Ed-Killer zu sein. Erst nachdem er nicht veröffentlichte Einzelheiten des Falls nannte, glaubten ihm die Polizisten, die zum Teile Freunde von ihm waren. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

 

Verurteilung und Haft

Kemper verlangte selbst einen Tod durch Folter. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Zwei Selbstmordversuche misslangen ihm vor der Verurteilung.

Im Gefängnis wurde er zu einem Häftling mit vielen Freiheiten, da er dem FBI bei der Entwicklung der Profiling-Methode maßgeblich behilflich war. Sein IQ soll bei 145 liegen.