Zurück

 

Susan Denise Atkins war eine verurteilte Serienmörderin und Mitglied der Manson Familie, die im Sommer 1969 neun Morde begangen hat. Atkins wurde wegen acht der neun Morde verurteilt. Als sie am 24. September 2009 starb, war sie die am längsten inhaftierte Strafgefangene der USA.
 

Ihre Kindheit

 

Susan Denise wurde als mittleres Kind von Jeanette und Edward John Atkins am 7. Mai 1948 in Kalifornien geboren. Ihren eigenen Angaben zufolge waren ihre Eltern Alkoholiker. Nachdem ihre Mutter 1963 starb, verkaufte ihr Vater das Elternhaus. Die Familie zog oft um und deshalb beschloss Susan früh, auf eigenen Beinen stehen zu wollen.

 

Wie alles begann

 

Atkins lernte Charles Manson 1967 kennen als sie mit Freunden in einer Wohngemeinschaft lebte. Nachdem sie von der Polizei vertrieben wurden, war Atkins obdachlos. Manson lud sie ein, mit ihm und Freunden mit einem alten Schulbus durch die Staaten zu fahren. Manson taufte sie „Sadie Mae Glutz“ und besorgte ihr einen gefälschten Ausweis. Später gab Atkins an, sie dachte damals, dass Manson Jesus und Satan in einer Person wäre.

Die wachsende Manson Familie zog auf die Spahn Ranch in Kalifornien, die in den Jahren zuvor als Drehort für Filme diente. Atkins brachte dort einen Sohn zur Welt, den Manson Zezozose Zadfrack Glutz nannte. Als sie 1969 wegen Mordes verurteilt wurde, entsagte ihr der Staat jegliches Sorgerecht. Bis zu ihrem Tod hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Kind das zur Adoption frei gegeben wurde und einen neuen Namen bekam.

 

Der erste Mord

 

Im Juli 1969 war sie am Mord an Gary Hinman beteiligt. Obwohl sie vor Gericht behauptete, dass ihr zu dem damaligen Zeitpunkt nicht bewusst gewesen war, dass sie dabei war einen Mord zu verüben, schrieb sie später in ihrem 1977 erschienen Buch, dass sie damals damit rechnete, dass sie Hinman umbringen würden.

 

Die Tate-Morde

 

In der Nacht von 8. auf 9. August 1969 brach sie mit drei weiteren Anhängern der Manson Familie in das Haus von der hochschwangeren Sharon Tate und ihrem Ehemann Roman Polanski ein. Sie ermordeten neben Tate vier weitere Personen, die sich am Grundstück befanden. Roman Polanski war zu dem Zeitpunkt beruflich in Europa. Der Tathergang konnte nie genau rekonstruiert werden, der Tatort zeugte aber von hoher Brutalität. So schrieb Atkins mit Sharon Tates Blut „PIG“ (Schwein) an die Vordertür.

 

Das Ende der Freiheit

 

Am 16. August 1969 durchsuchte die Polizei die Spahns Ranch wegen mutmaßlichen Autodiebstahls. Da man keine Beweise fand, wurde die Gruppe wieder entlassen. Manson und seine Anhänger verschwanden auf eine andere Ranch, die die Polizei kurz darauf wieder stürmte. Atkins wurde im November 1969 des Mordes an Gary Hinman beschuldigt, nachdem einer der Manson Familie sie mit der Straftat in Verbindung brachte. Als sie wegen dieser Tat inhaftiert war, erzählte sie anderen Insassen davon, dass sie an den Tate-Morden beteiligt gewesen war.

 

Das Gerichtsverfahren

 

Atkins bekannte sich vor Gericht schuldig und schilderte im Prozess sehr detailliert, wie sie Sharon Tate und deren Bekannte in jener Nacht gefoltert und getötet hatten. Im März 1971 wurde sie zum Tode in der Gaskammer verurteilt, was im Zuge einer Gesetzesänderung zu lebenslanger Haft umgewandelt wurde.

 

Die Jahre im Gefängnis

 

Erst Jahre nach ihrer Inhaftierung wandte sie sich von der Ideologie Charles Mansons ab. Sie wurde gläubige Christin und heiratete Donald Lee Laisure. Dieser war jedoch ein Betrüger und hatte bereits 35 Ehen geschlossen. Sie heiratete erneut, dieses Mal James Whitehouse, der sich jahrelang für ihre Freilassung einsetzte. Atkins Gnadengesuche wurden insgesamt 19 Mal abgelehnt, der letzte 2009. Atkins starb im Alter von 61 Jahren in der Frauenvollzugsanstalt Corona an einem Hirntumor.