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Es gab im Laufe der Geschichte verschiedenste mafiöse Gruppierungen, die – oft vor den Augen des Gesetzes  – Auftragsmorde begingen und ihre Gegner ohne Konsequenzen aus dem Weg schaffen konnten. Andere wiederum sahen sich als selbsternannte Rächer und bestraften jene mit dem Tod, die der Justiz entkommen waren.

Geheimorganisationen, deren Weg mit Leichen gepflastert war:

- Sarasota Assassination Society: Diese Organisation wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Süden der USA gegründet. Vorgeblich traf sie sich zu politischen Zwecken, in Wirklichkeit jedoch ging es ihr um die Beseitigung von Widersachern. Die bisweilen 22 Mitglieder waren für etliche blutige Mordtaten in Florida verantwortlich.

- Die römischen Sicarios: Sie bestanden hauptsächlich aus Bürgern jüdischen und thrakischen Ursprungs, die sich gegen die römische Fremdherrschaft stellten. Ihr Name bedeutet übersetzt so viel wie „Killer“ und kommt von dem gebogenen Schwert („sica“), das sie benutzten. Mithilfe dieses Kampfwerkzeugs konnten sie sogar die stabilen Schilder der Römer durchbohren.

- Werwölfe: Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges rekrutierte die Führerriege der Nationalsozialisten die vielversprechendsten Nachkommen aus der Hitlerjugend und schuf so eine paramilitärische Untergrundbewegung namens „Werwölfe“. Da diese im Geheimen agierte, konnte sie in von den Alliierten kontrollierte Territorien vordringen und Gegner ungehindert aus dem Weg räumen.

- Nakam: Zur gleichen Zeit wie die Werwölfe formierte sich eine Gruppe jüdischer Partisanen zu einer ultrageheimen Organisation namens Nakam. Ziel der übersetzt „Vergeltung“ genannten Gruppierung war es, Rache für den Holocaust zu üben. Zahlreiche führende Nazis, die für die Ermordung von Juden in deutschen Konzentrationslagern verantwortlich waren, wurden von ihnen umgebracht.

- Visha Kanyas: Im antiken Indien setzte man junge Frauen darauf an, mächtige Politiker zu verführen und zu töten. So wurde den Mädchen etwa über so lange Zeit kleine Dosen Gift verabreicht, bis sie dagegen immun waren. Dadurch konnten sie mit ihren Opfern vergiftete Mahlzeiten einnehmen, ohne selbst unter Verdacht zu geraten. Oder man steckte sie absichtlich mit tödlich verlaufenden sexuell übertragbaren Krankheiten an, die alsbald manch politischem Herrscher das Leben kosteten…

Warum morden Menschen? Protokolle des Bösen