Der Fall Gypsy Rose Blanchard

Ihr Fall zählt zu den tragischsten der letzten Jahrzehnte: Gypsy Rose Blanchard wurde von ihrer am Münchhausen-Stellvertretersyndrom leidenden Mutter über Jahre isoliert und gequält. Clauddine „Dee Dee“ Blanchard gab sich als selbstlose und liebevolle Mutter, täuschte in Wirklichkeit jedoch schwere Krankheiten ihrer einzigen Tochter vor. Dee Dee Blanchard setzte Gypsy unter Medikamente, rasierte ihr die Haare ab, um sie krank aussehen zu lassen, und zwang sie in einen Rollstuhl. Der Missbrauch endete im Jahr 2015, als Gypsy, damals 23 Jahre alt, die Mutter ermorden ließ. Die junge Frau saß deshalb seit 2016 in Haft und kam nun kurz vor dem Jahreswechsel im US-Bundesstaat Missouri auf Bewährung frei.

Ihre außergewöhnliche Geschichte steht im Mittelpunkt einer neuen Doku-Serie, die soeben im US-Fernsehen startete und in der Gypsy Rose Blanchard ihre Erfahrungen vor und nach der Ermordung ihrer Mutter umfassend erzählt. In „Der Fall Gypsy Rose Blanchard“ berichtet sie etwa über neue Details und Hintergründe des Lebens mit ihrer Mutter, über Fluchtversuche, ihren früheren (und gescheiterten) Versuch, Dee Dee Blanchard selbst zu töten, und über ihre Beziehung zu Nicholas Godejohn, dem Mörder ihrer Mutter.

Das Doku-Team besuchte Gypsy Rose Blanchard für die Doku-Serie mehrfach exklusiv im Gefängnis; so beginnt die Serie mit einem Interview am Vorabend einer wichtigen Bewährungsanhörung.